LOWELL, Mass. ,

Laut einer Umfrage des The Workforce Institute at Kronos Incorporated bei 800 Retail Managern in verschiedenen Ländern, wird pro 10 Stunden geplanter Arbeit im Verkaufsraum über eine Stunde durch ungeplante Fehlzeiten von Mitarbeitern und damit unpassender Personalplanung verschenkt.1 Fehlzeiten verursachen weltweit Personalengpässe und Herausforderungen für Handelsunternehmen. Hauptprobleme dabei stellen Produktivität, Personalkosten, Ladenumsatz und Kundenzufriedenheit dar.

Die weltweite Umfrage zum Thema Fehlzeiten und Abwesenheiten, die von Coleman Parkes Research durchgeführt wurde, untersucht Ansichten von Managern aus dem Handel in Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Großbrittanien und den USA und will die Auswirkungen von Fehlzeiten auf Handelsorganisationen näher beleuchten. Die Umfrageergebnisse zeigten dabei auf, welche negativen Auswirkungen ungeplante Fehlzeiten auf den Einzelhandel haben. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) sind der Meinung, dass dieses Thema eines der kompliziertesten, schwierigsten sowie zeitaufwendigsten überhaupt für ihre Organisation ist. 

Zusammenfassung der Umfrageergebnisse

  • 25 Prozent der Öffnungszeiten sind Handelsunternehmen unterbesetzt wegen kurzfristiger und ungeplanter Fehlzeiten.
    • Durchschnittlich muss der Handel mit ungeplanten Fehlzeiten (Schichten, die geplant, aber unerwartet nicht besetzt waren) in Höhe von 7 Prozent rechnen. 74 Prozent der Einzelhandelsunternehmen in Großbritannien, 72 Prozent in Kanada, 71 Prozent in Frankreich, 69 Prozent in Deutschland, 64 Prozent in Australien und 61 Prozent in den USA sind sogar mehr als 25 Prozent der Zeit unterbesetzt.
    • Einzelhandelsunternehmen in Großbritannien (44 Prozent) und den USA (41 Prozent) sind von ungeplanten Fehlzeiten am stärksten während des Wochenendes betroffen, während in Deutschland (33 Prozent), die meisten Fehlzeiten typischerweise montags anfallen.
    • Zumeist werden die Einzelhandelsunternehmen lediglich zwischen ein bis drei Stunden vorab darüber informiert, wenn ein Mitarbeiter nicht zur Arbeit erscheint. In Großbritannien ist dieser geringe Vorlauf mit 53 Prozent der Fälle am größten, gefolgt von 49 Prozent in den USA und 40 Prozent in Kanada. Die Konsequenz kurzfristiger zu besetzender Schichten bedeutet, dass eines aus vier Handelsunternehmen mit Mitarbeitern arbeitet, die die falschen Qualifikationen haben, zumindest zur Hälfte der Zeit.
    • Die drei häufigsten operativen Probleme, die aus Fehlzeiten resultieren sind laut der befragten weltweit tätigen Einzelhandelsunternehmen das Thema Mitarbeiterproduktivität (58 Prozent), Kundenzufriedenheit (47 Prozent) und Filialumsatz (42 Prozent). Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass Fehlzeiten überdurchschnittlich große Auswirkungen auf Mitarbeiterproduktivität in den USA haben (69 Prozent), Kundenzufriedenheit in Kanada (52 Prozent) und Filialumsatz in Frankreich (55 Prozent).
  • Offene Schichten auf die Schnelle zu füllen ist stressing für Vorgesetzte und schlecht für das Geschäftsergebnis
    • Durchnittlich 6 Prozent der Arbeitszeit jeden Monat werden darauf verwendet, Probleme wie ungeplante Fehlzeiten zu lösen. Dies verursacht unnötigen Stress für über die Hälfte der Filialleiter in US-Handelsunternehmen (57 Prozent) sowie in Deutschland (44 Prozent), Australien (41 Prozent), Frankreich (39 Prozent), Kanada (38 Prozent) und Großbritannien (33 Prozent).
    • Beinahe die Hälfte aller Einzelhändler weltweit (48 Prozent) finden es schwierig, die administrativen Probleme zu lösen, die aus der Tatsache resultieren, dass Mitarbeiter zusätzliche Schichten übernehmen oder Überstunden machen, um ungeplante Fehlzeiten von Kollegen abzudecken und 42 Prozent sehen große Auswirkungen bei den Personalkosten.
  • Trotz aller Bemühungen haben Einzelhändler Probleme, für Stoß- und ruhigere Zeiten zu planen
    • Das dauerhafte Problem und die schädigenden Auswirkungen von Fehlzeiten haben dazu geführt, dass die Mehrheit der Händler (88 Prozent) proaktiv jeden Tag die Schichten überplanen, um antizipierte Fehlzeiten direkt mit zu berücksichtigen. Das ist in Frankreich mit 95 Prozent am üblichsten, gefolgt von den USA (89 Prozent) und Deutschland (88 Prozent).
    • Der Einzelhandel kämpft regelmäßig mit entweder zu viel oder zu wenig Personal in den Stoßzeiten bzw. den ruhigeren Zeiten. Viele gaben an, mindestens zur Hälfte der Öffnungszeiten prinzipiell überbesetzt (31 Prozent) oder prinzipiell unterbesetzt (22 Prozent) zu sein.
    • Mehr als die Hälfte der Einzelhändler weltweit (56 Prozent) gaben an, es sei eine Herausforderung Einsatzpläne zu erstellen, die sowohl den Kundenanforderungen als auch den Anforderungen der Mitarbeiter gerecht würden. Das ist die größte Workforce Management Herausforderung von Managern aus dem Handel in den USA (69 Prozent), Kanada (64 Prozent), Frankreich (60 Prozent), Australien (58 Prozent) und Deutschland (55 Prozent).
    • Trotz der Tatsache dass Händler weltweit ihre Einsatzpläne zwischen einer und zwei Wochen vorab kommunizieren, meinen 86 Prozent, dass sie ihre Pläne danach noch einmal verändern müssten.
  • Manager im Handel wünschen sich technologische Unterstützung, um ihre Planungsprobleme zu lösen.
    • Lediglich 55 Prozent der Händler weltweit können auf Technologie zurückgreifen, um ungeplante Fehlzeiten zu koordinieren, wobei sowohl Großbritannien (41 Prozent) als auch Kanada (38 Prozent) unterdurchschnittlich gut unterstützt zu sein scheinen. Im Vergleich dazu gaben 76 Prozent der Befragten weltweit an, eine automatisierte Zeiterfassungslösung im Einsatz zu haben und 73 Prozent nutzen eine technische Lösung für geplante Fehlzeiten, wie Urlaubsanträge etc.
    • Drei von fünf (59 Prozent) der Einzelhändler sind der Meinung, dass eine technische Personaleinsatzplanung positive Auswirkungen auf die Produktivität innerhalb ihrer Teams hätten, Kanadier vertraten diese Meinung mit 76 Prozent am vehementesten.
    • Filialleiter sind überzeugt davon, dass eine effiziente Lösung für das Fehlzeitenmanagement Abwesenheiten reduzieren kann: weltweit gehen Einzelhändler davon aus, dass ungeplante Fehlzeiten nach erfolgreicher Implementierung einer Lösung zur Personalplanung um 18 Prozent reduziert werden könne, Frankreich war mit einer prognostizierten Reduzierung von 23 Prozent am optimistischsten.
    • Darüber hinaus vermuteten Einzelhändler quantifizierbare Vorteile von beinahe 3 Prozent im Bereich Personalkosten. In den USA war einer von 10 Einzelhandelsmanagern der Ansicht, die Kosten um bis zu 5 Prozent reduzieren zu können.

Zitate

  • Joyce Maroney, Executive Director, The Workforce Institute at Kronos
    “Geschäftserfolg war schon immer stark davon abhängig, wie sehr man am ursprünglichen Plan festhalten kann. Die schädigenden Auswirkungen von Fehlzeiten können diesen Plan und damit den Erfolg sehr schnell ruinieren. Ungeplante Fehlzeiten zu minimieren ist ein kritisches Geschäftsziel und der Erfolg hängt auch davon ab, wie gut Mitarbeiterpräferenzen bei den Arbeitszeiten und Verfügbarkeiten verstanden und berücksichtigt werden und wie leicht Schichten geändert oder bei Bedarf getauscht werden können. Schlussendlich sind Mitarbeiter, die innerhalb ihrer präferierten Arbeitszeiten arbeiten können und selbstbestimmt Arbeitszeiten mithilfe von self-services Workforce-Management-Technologien anpassen können, wesentlich zufriedener, werden weniger Fehlzeiten haben, produktiver sein und dem Unternehmen länger die Treue halten.“

Unterstützende Quellen

Umfragemethode

Diese Umfrage wurde im Auftrag von Kronos Incorporated von Coleman Parkes Research, einem unabhängigen britischem Forschungsunternehmen, durchgeführt. Die Daten wurden zwischen Juni und Juli 2018 von 800 Befragten mittels einer quantititiven Online-Methoden erhoben. Die Umfrageteilnehmer kamen aus acht verschiedenen Ländern, darunter Australien, Deutschland, Frankreich, Kanada sowie dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten, sowie unterschiedlichen Handelsformen wie dem Lebensmitteleinzelhandel, Waren- und Kaufhäuser, Discounter sowie spezialisierten Einzelhändlern. Die befragten Teilnehmer arbeiteten u.a. als Filialleiter, Retail Manager sowie Head of Store Operations in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Für weitere Fragen zur Methodik der Umfrage wenden Sie sich bitte an [email protected].