LOWELL, Mass. ,

Während vier von fünf Einzelhändler weltweit (78 Prozent) der Meinung sind, dass Mitarbeiterengagement wichtig ist für den Erfolg des Unternehmens, sehen sich viele mit den zerstörerischen Auswirkungen von ungeplanten und wild wuchernden Fehlstunden auf die Produktivität (58 Prozent), dem Stress der Vorgesetzten (55 Prozent) sowie der Moral im Team (46 Prozent) konfrontiert.

Diese Ergebnisse zeigten sich in der Global Retail Absence Survey, Teil zwei zur Frage „Was war zuerst da: Fehlzeiten oder fehlendes Mitarbeiterengagement im Handel?“, die vom The Workforce Institute at Kronos Incorporated beauftragt und von Coleman Parkes Research durchgeführt wurde. Die Untersuchung analysierte Antworten von 800 Einzelhändlern in Australien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannen und den USA. Teil eins der Befragung betrachtete die Auswirkungen von Fehlzeiten im Ladenbetrieb, während Teil zwei untersucht, wie Fehlzeiten sich auf das Thema Mitarbeiterengagement auswirken – und widerum mehr Fehlzeiten nach sich ziehen, was darauf hindeutet, welches Potenzial intelligente Einsatzplanungstechnologien zur Lösung dieses Problems bietet.

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Ein Teufelskreis: Ungeplante Fehlzeiten und schlechtes Mitarbeiterengagement führen zu Chaos und Fluktuation.
    • Einzelhändler weltweit schätzen, dass 7 Prozent aller Arbeitszeiten geplant aber nicht gearbeitet wird und halten das Thema ungeplante Fehlzeiten für eines der schwierigsten, komplexesten und zeitraubensten Probleme.
    • Filialleiter in Großbritannien (63 Prozent), den USA (63 Prozent und Deutschland (61 Prozent) sind der Meinung, das mangelndes Mitarbeiterengagement eine große Auswirkung auf ungeplante Fehlzeiten hat.
    • Mehr als die Hälfte aller Einzelhändler weltweit (52 Prozent) sehen eine direkte Korrelation zwischen mangelhalftem Mitarbeiterengagement und höherer Fluktuation1, wobei Händler in den USA ( 61 Prozent) und Großbritannien (55 Prozent) den Zusammenhang am stärksten sehen.
  • Mitarbeiterengagement kann den Erfolg einer Filiale ausmachen – oder ihn zunichte machen
    • Einzelhändler weltweit glauben, dass Fehlzeiten sich in hohem Maße auf Kundenzufriedenheit (47 Prozent) und Filialumsatz (42 Prozent) auswirken – die zwei Hauptmesskriterien für Produktivität laut der Händler.
    • Der Einzelhandel sieht außerdem, dass ein höherer Fokus auf das Thema Work-Life-Balance (62 Prozent) und eine Technologie für die Personaleinsatzplanung (59 Prozent) sich positiv auf die Produktivität auswirken würde.
    • Weltweit nutzen beinahe die Hälfte (43 Prozent) der befragten Einzelhändler noch keine automatisierte Lösung, um individuelle Arbeitspräferenzen und Verfügbarkeiten zu verwalten. Ohne die Intelligenz einer Planungslösung haben Filialleiter in den USA (50 Prozent), Kanada (42 Prozent) und UK (40 Prozent) die meisten Probleme die Präferenzen ihrer Mitarbeiter richtig zu verwalten. Dort empfindet man dieses Thema als das größte Workforce Management Problem.
  • Technologie für den Schichttausch kann die Nöte rund um Fehlzeiten lösen, doch lediglich die Hälfte der Einzelhändler nutzen sie effizient.
    • Lediglich ein Drittel der Retail Manager (34 Prozent) finden, dass Anfragen für einen Schichttausch für ihr Unternehmen das größte Workforce Management Problem ist.
    • In Frankreich (59 Prozent) und den USA (53 Prozent) nutzt man Technologie für den Schichttausch am häufigsten, überall sonst wird sie weniger genutzt – insbesondere in UK (44 Prozent) und Kanada (40 Prozent).
    • Lediglich 23 Prozent der weltweiten Einzelhändler ermöglichen es Mitarbeitern, auf Mobilgeräten selbst einen Schichttausch vorzunehmen.
    • Schichttausch ohne Freigabe durch das Management ist in Frankreich (mit 32 Prozent) und Deutschland (30 Prozent) am üblichsten, im Schnitt wird Schichttausch in dieser Form bei einem von vier Einzelhändlern durchgeführt.
    • Händler stehen einem Wandel aufgeschlossen und optimistisch gegenüber: sie erwarten, dass innovative Lösungen für den Schichttausch einen positiven Einfluss haben werden auf Mitarbeiter sowie die Produktivität der Filiale (67 bzw. 65 Prozent), Work-Life Balance (64 Prozent), Mitarbeitermotivation (58 Prozent), Moral (55 Prozent), Mitarbeiterfluktuation (53 Prozent) und Kundenservice (50 Prozent).

Supporting Quotes

  • Joyce Maroney, Executive Director, The Workforce Institute at Kronos
    “Wenn Sie auf ungeplante Fehlzeiten Ihrer Mitarbeiter durch Überbesetzung oder Überplanung reagieren, wie es 88 Prozent der Einzelhändler weltweit tun – dann reagieren Sie auf das Problem und korrigieren es nicht. So kommt es zu unnötiger Arbeit für die Manager und zu Risiken, wenn es um die Kundenzufriedenheit geht. Best Practice ist es vielmehr, eine fortschrittliche Planungssoftware zu nutzen, die den Arbeitsaufwand prognostiziert und es Mitarbeitern ermöglicht, proaktiv eine Schicht zu übernehmen, zu tauschen oder abzulehnen, und damit mehr Mitsprache über die individuellen Arbeitszeiten ermöglicht. Wenn dieser Ansatz automatisiert und mit IT-Intelligenz durchgeführt wird, dann reduziert diese Art zu arbeiten die Last-Minute Krankmeldungen oder No-Shows sowie unbesetzte Schichten und sorgt dafür, dass keine zusätzlichen Kräfte wegen unkalkulierbarer Fehlzeiten eingeplant werden müssen.“
  • Pauline Bennett, Retail Labor and Planning Manager, Sainsbury's Supermarkets
    “Die Auswirkungen von Fehlzeiten werden übergreifend wahrgenommen – von den individuellen Filialergebnissen bis hin zum konsolidierten Geschäftsergebnis. Sainsbury’s versucht, diese Probleme an der Wurzel zu analysieren durch Labor Analytics. Wir schauen auf die Faktoren, die zu ungeplanten Fehlzeiten führen – sind Mitarbeiter überarbeitet, weil Vorgesetzte dauerhaft zu wenig Leute einplanen? Finden Kollegen, dass ihr Einsatzplan ihnen zu wenig Flexibilität gibt? – und arbeiten dann Schritt für Schritt an der Beseitigung dieser Probleme. Mit der Möglichkeit, Muster für Fehlzeiten an jedem Ort nachzuvollziehen, können Fililalleiter sehr kurzfristig eingreifen um Probleme zu beheben, die Moral der Mitarbeiter zu verbessern und ihren Forecast einzuhalten – und so ein eventuelles Problem in ihrer Filiale umgehend zu beheben.“

Unterstützende Quellen


Über The Workforce Institute at Kronos

The Workforce Institute at Kronos ist ein Think Tank, der Unternehmen unterstützen möchte, das Thema Workforce Management zu optimieren. Mit praktischen Einblicken und Forschung gibt das Institut Ideen an die Hand, mit denen das Arbeiten im 21. Jahrhundert verbessert werden kann. Artikel und Ergebnisse des Instituts und wichtiger Stakeholder finden Sie im „The Workforce Institute Blog“ auf https://workforceinstitute.org

Über Kronos

Kronos® ist weltweiter Marktführer von Workforce-Management-Lösungen in der Cloud. Seit fast 40 Jahren unterstützt der Global Player mit Hauptsitz in den USA Unternehmen bei den zentralen Themen in der Personalverwaltung: Mehr als 40 Millionen Arbeitnehmer in über 100 Ländern nutzen heute Kronos-Lösungen in ihrer täglichen Arbeit. Kronos-Kunden sind über alle Branchen hinweg zu finden, ob in Handel, Produktion, Dienstleistung oder Logistik. Über die Hälfte der Unternehmen sind im Top-1000-Ranking des gleichnamigen US-Wirtschaftsmagazins Fortune gelistet.

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Umfragemethode

Diese Umfrage wurde im Auftrag von Kronos Incorporated von Coleman Parkes Research, einem unabhängigen britischem Forschungsunternehmen, durchgeführt. Die Daten wurden zwischen Juni und Juli 2018 von 800 Befragten mittels einer quantititiven Online-Methoden erhoben. Die Umfrageteilnehmer kamen aus acht verschiedenen Ländern, darunter Australien, Deutschland, Frankreich, Kanada sowie dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten, sowie unterschiedlichen Handelsformen wie dem Lebensmitteleinzelhandel, Waren- und Kaufhäuser, Discounter sowie spezialisierten Einzelhändlern. Die befragten Teilnehmer arbeiteten u.a. als Filialleiter, Retail Manager sowie Head of Store Operations in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Für weitere Fragen zur Methodik der Umfrage wenden Sie sich bitte an [email protected] .