LOWELL, Massachusetts ,

Laut einer weltweiten Umfrage von The Workforce Institute at Kronos Incorporated beeinträchtigen viele Organisationen die so genannte „Employee Experience“ durch antiquierte Einstellungen zu Freizeit, Produktivität und Arbeitsbelastung. Das macht es Mitarbeitern schwer, grundlegende Anforderungen an das Arbeits- und Privatleben zu verhandeln, was zu einer weltweiten Burn-out-Krise führen könnte.

Die Umfrage „Working Your Way“ ist der zweite Teil der Forschungsreihe "Engaging Opportunity" (siehe Teil 1), die von Coleman Parkes Research im Auftrag von Kronos durchgeführt wurde. Die Serie untersucht, inwiefern Mitarbeiter - 3.000 Lohn- und Gehaltsempfänger aus den verschiedensten Branchen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien, Kanada, Mexiko, Neuseeland und den USA - mit Hilfe neuer Technologien ihre Arbeit gleichsam selbst kontrollieren - und zwar von überall, zu jeder Zeit und auf Geräten ihrer Wahl.

News Facts

  • Fast der Hälfte der Arbeitnehmer (47 Prozent) wurde in den letzten zwölf Monaten ein Abwesenheitsantrag wegen Urlaub, Trauer, Krankheit oder persönlichen Angelegenheiten (z. B. Arztbesuche, Elternabende) nicht genehmigt.
    • 26 der 47 Prozent, denen ein Abwesenheitsantrag abgelehnt wurde, wurde ein Urlaub verweigert; etwa ein Fünftel durfte sich keine freie Zeit für persönliche Angelegenheiten (22 Prozent) oder eine Auszeit wegen Krankheit nehmen (16 Prozent). Zehn Prozent sagen, dass ihr Arbeitgeber eine Anfrage wegen eines Trauerfalls abgelehnt hat.
    • In Deutschland wurden insgesamt sogar 56 Prozent der gestellten Anfragen abgelehnt, 31 Prozent davon waren Urlaubsanträge. 20 Prozent waren Anfragen mit persönlichen Gründen. Bei Krankheit wurden 15 Prozent der Einreichungen nicht akzeptiert. 12 Prozent der Befragten, die Freistellung wegen eines Trauerfalls erbaten, wurden zurückgewiesen.
    • Fast die Hälfte aller Mitarbeiter weltweit (45 Prozent) sehen für die Absagen die Schuld ganz klar beim Vorgesetzten. Vor allem in Mexiko (49 Prozent), Australien und Neuseeland (48 Prozent), Deutschland (46 Prozent) und Kanada (46 Prozent) stehen Manager hart unter Beschuss. Dies kreiert ein Spannungsfeld, durch welches Arbeitgeber Gefahr laufen, ihre Mitarbeiter zu frustrieren und zu demotivieren.
    • Die weltweit meisten Workaholics gibt es in Kanada, Großbritannien und den USA. Im Durchschnitt haben elf Prozent der Studienteilnehmer angegeben, dass sie innerhalb des letzten Jahres keine Freistellung beantragt haben. In Deutschland waren es hier lediglich vier Prozent.
  • Weniger als die Hälfte der Mitarbeiter weltweit (41 Prozent) ist der Ansicht, dass die Vermeidung von Burn-out oberste Priorität im Unternehmen hat.
    • Fast ein Drittel der befragten Mitarbeiter (29 Prozent) gibt an, dass man sich ausgebrannt fühle und die Arbeitsbelastung sich ändern müsste. Besonders prekär ist die Situation in Frankreich (42 Prozent) und Mexiko (40 Prozent). In Deutschland befand ein Fünftel der Befragten (23 Prozent), dass man sich einem Burn-out nahe fühle.
    • Über ein Drittel der Mitarbeiter weltweit (31 Prozent) glaubt, dass es ihrem Manager egal sei, wenn das Personal an der Belastungsgrenze arbeite. In den USA und Deutschland, wo Burn-out ein großes Thema ist, liegt der Anteil bei einem guten Viertel der Beschäftigten (USA, 27 Prozent; Deutschland, 28 Prozent).
    • Neben den mexikanischen (57 Prozent) und französischen Managern (48 Prozent) sind die deutschen am aktivsten (47 Prozent), was Maßnahmen zur Prävention von Burn-out angeht.
    • Obwohl Erholung – vor allem bei Krankheit – wichtig ist, um einem Burn-out vorzubeugen, versuchen drei Viertel der Angestellten (72 Prozent) Krankheitstage zu vermeiden. Das unterstreichen die Antworten auf die Frage, inwieweit Krankheit im Unternehmen verpönt sei: Neben Mexiko (47 Prozent), Großbritannien (43 Prozent) und Frankreich (42 Prozent) halten es 39 Prozent der deutschen Befragten für möglich, dass dies in ihrem Unternehmen der Fall ist.
    • Anders als in Deutschland (wo Krankheitstage üblicherweise über die Krankenkasse bezahlt werden), arbeiten in den anderen Ländern über die Hälfte der Menschen, auch wenn sie krank sind, weil sie sonst nicht bezahlt werden – vor allem in Mexiko (45 Prozent) und Frankreich (43 Prozent). In Deutschland lag man hier lediglich bei 19 Prozent.
  • Neun von zehn Mitarbeitern weltweit (90 Prozent) denken, dass ihre Organisation die Einsatzplanung verbessern kann.
    • Mit Blick auf die Technik wünscht sich ein Drittel der global befragten Mitarbeiter (33 Prozent) Lösungen – insbesondere für mobile Geräte wie Telefon oder Tablet - die es erleichtern, die Schicht zu wechseln oder kurzfristig zu übernehmen und bei Bedarf eine Vertretung zu finden.
    • Mehr als ein Viertel (28 Prozent) wünscht sich außerdem, dass das eigene Unternehmen eine selbstbestimmte Einsatzplanung unterstützt. Das Personal würde seine eigenen Zeitpläne erstellen oder die Schichten so wählen, dass auch persönlichen Verpflichtungen stressfrei nachgekommen werden kann.
    • Frustration darüber, wie lange es dauert, bis Manager Freistellungen genehmigen und Änderungsanträge planen, macht sich bei 28 Prozent der Befragten breit.

Zitate zur freien Verwendung

  • Joyce Maroney, Executive Director, The Workforce Institute at Kronos
    „Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern bereits innovative Sozialleistungen und moderne Arbeitsumgebungen. Dennoch zeigt unsere Untersuchung, dass gängige Prozesse und Richtlinien - vor allem jene, die die individuelle Arbeitsbelastung und Freizeit betreffen – immer noch eine Herausforderung darstellen und sich negativ auf die Employee Experience auswirken. Unternehmen sollten ihre Manager darin schulen, wie sie Mitarbeiter bei der Bewältigung der Anforderungen im Arbeitsleben unterstützen und darüber nachdenken, wie neue Technologien wie künstliche Intelligenz dem Abwesenheitsmanagement Konsistenz und Transparenz verleihen. Organisationen, die ihre Mitarbeiter befähigen, selber ihren Arbeitszeitplan zu erstellen, der für den einzelnen und das Unternehmen funktioniert, sind bereit für die nächste große Transformation."
  • Ian Parkes, Director, Coleman Parkes Research
    „Diese Umfrage zeigt, dass Mitarbeiter sich von ihrem Arbeitgeber wünschen, dass er sich auf einige wichtige Basisthemen konzentriert und diese richtig aufsetzt. Organisationen haben nur dann hoch motiviertes Personal, wenn sie anerkennen, dass dieses auch außerhalb seiner Arbeit Verantwortung und Pflichten hat. Moderne Lösungen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Arbeitszeit selbst zu managen, wie etwa Chatbots, die Anträge in Echtzeit prüfen und genehmigen, werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, diese Lücke zu schließen. "
  • Simon Porter, Vice President of Sales, Digital HR Services, NGA HR und Beirat des Workforce Institute at Kronos
    „Der traditionelle Arbeitstag von 9 bis 17 Uhr gehört in vielerlei Hinsicht der Vergangenheit an. Organisationen, die eine Kultur des Vertrauens aufbauen - vor allem solche, die Mitarbeiter dazu befähigen, zu den Zeiten oder an Orten zu arbeiten, wie sie es brauchen - werden von stärkerem Mitarbeiterengagement, höherer Produktivität und verbesserter Mitarbeiterbindung profitieren. Motivierte Mitarbeiter erkennen schnell, dass Flexibilität auf Gegenseitigkeit beruht, so dass auch sie bereit sind, ihre Arbeitszeiten bei Bedarf anzupassen, Zusatzarbeit zu leisten oder außerhalb der regulären Arbeitszeit zu arbeiten.“
  • Bob Clements, Präsident, Axsium Group und Beirat des Workforce Institute at Kronos
    „Diese Studie von Coleman Parkes und Kronos zeigt auf, welche Chancen Organisationen haben, ihre Mitarbeiter besser zu integrieren und zu motivieren. Eine der effizentesten Methoden dabei ist, Mitarbeitern mehr Kontrolle über ihre Arbeitszeiten zu geben. Die Möglichkeit einer intelligenten und selbstbestimmten Einsatzplanung, die durch eine mobile Workforce Management-Technologie unterstützt wird, macht dies möglich und reduziert die Zeiten, die Manager für die Administration von Einsatzplänen aufbringen muss.“

Weitere Informationen

  • Hinweis für Redakteure: Bitte referenzieren Sie diese Studie mit „Engaging Opportunity – Working Your Way“ von The Workforce Institute at Kronos Incorporated. Teil 1 der Serie „Engaging Opportunity – Working Smarter with AI” finden Sie hier.
  • Lesen Sie den vollständigen und kostenlosen Bericht von Gartner: „Prepare Yourself for the Future of Workforce Management."
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Über The Workforce Institute at Kronos

The Workforce Institute at Kronos ist ein Think Tank, der Unternehmen unterstützen möchte, das Thema Workforce Management zu optimieren. Mit praktischen Einblicken und Forschung gibt das Institut Ideen an die Hand, mit denen das Arbeiten im 21. Jahrhundert verbessert werden kann. Artikel und Ergebnisse des Instituts und wichtiger Stakeholder finden Sie im „The Workforce Institute Blog“ auf https://workforceinstitute.org.

Über Kronos

Kronos® ist weltweiter Marktführer von Workforce-Management-Lösungen in der Cloud. Seit fast 40 Jahren unterstützt der Global Player mit Hauptsitz in den USA Unternehmen bei den zentralen Themen in der Personalverwaltung: Mehr als 40 Millionen Arbeitnehmer in über 100 Ländern nutzen heute Kronos-Lösungen in ihrer täglichen Arbeit. Kronos-Kunden sind über alle Branchen hinweg zu finden, ob in Handel, Produktion, Dienstleistung oder Logistik. Über die Hälfte der Unternehmen sind im Top-1000-Ranking des gleichnamigen US-Wirtschaftsmagazins Fortune gelistet.

Umfrage-Methodik

Diese Umfrage wurde im Auftrag von Kronos Incorporated von Coleman Parkes Research, einem unabhängigen britischem Forschungsunternehmen, durchgeführt. Die Daten wurden zwischen November 2017 und Januar 2018 von 2.807 Mitarbeitern mit Online-Methoden und quantitativen Interviews erhoben. Die Umfrageteilnehmer kamen aus acht verschiedenen Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Australien, Neuseeland, Frankreich, Deutschland, Kanada (Englisch und Französisch sprechende Teilnehmer) und Mexiko. Zu den Umfrageteilnehmern gehörten sowohl Gehalts- als auch Lohnempfänger von Organisationen aller Größen aus einer Vielzahl von Branchen. Für weitere Fragen zur Methodik der Umfrage wenden Sie sich bitte an [email protected].

Mehr unter
www.kronosglobal.de
https://workforceinstitute.org/