LOWELL, Massachusetts, 21 Feb., 2018

Laut einer umfassenden Studie unter fast 3.000 Arbeitnehmern aus acht Nationen, die von The Workforce Institute, Kronos Incorporated durchgeführt wurde, sehen vier von fünf der Befragten in künstlicher Intelligenz (KI) die Chance, ein motivierendes und autonomeres Arbeitserlebnis zu schaffen. Mangelnde Transparenz durch ihre Arbeitgeber ist dabei die Hauptursache für Angst und Besorgnis.

„The Engaging Opportunity – Working Smarter with AI“ der Coleman Parkes Research, untersucht das Meinungsbild von Gehalts- und Lohnempfängern aus verschiedenen Branchen in Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Mexiko, Australien, Kanada und Neuseeland zum Thema „Arbeiten mit künstlicher Intelligenz“. Die Studie liefert zudem Antworten auf die Frage: Inwiefern glauben Mitarbeiter, dass die aktuell aufstrebenden Technologien dazu genutzt werden können, die Zukunft des Arbeitens tatsächlich zu verbessern?

News Facts

  • „Hey HAL, kannst du mir helfen?“ – Mitarbeiter auf der ganzen Welt werden KI mit offenen Armen begegnen, um ihre Arbeit fairer und einfacher zu gestalten
    • Im internationalen Vergleich würden Mitarbeiter aus allen acht Nationen KI begrüßen, wenn zeitraubende interne Prozesse vereinfacht oder automatisiert würden (64 Prozent), subjektive Entscheidungen fairer würden (62 Prozent) oder wenn sichergestellt wäre, dass Führungskräfte bessere Entscheidungen - treffen könnten (57 Prozent).
    • Mexikaner sind ganz im Gegensatz zu den Deutschen am positivsten gegenüber KI eingestellt. So sind vier von fünf befragten Mexikanern sowohl der Meinung, dass KI zeitaufwendige Arbeiten vereinfache (81 Prozent vs. 59 Prozent in Deutschland), als auch, dass sie durch KI ihre Arbeitsbelastung besser ausgleichen könnten (84 Prozent vs. 52 Prozent in Deutschland)
    • Im internationalen Ranking ist die Grundstimmung bezüglich der Optimierung des Arbeitstags durch KI sowohl in Deutschland als auch in Frankreich eher verhalten. Im Vergleich der untersuchten Länder sind die Deutschen und Franzosen am wenigsten bereit, künstlicher Intelligenz eine Chance zu geben.
  • Angst vor dem Unbekanntem – Mangelnde Kommunikation schürt Unbehagen bei Mitarbeitern
    • Laut der Umfrage ist bei drei von fünf Organisationen auf internationaler Ebene (58 Prozent) noch großer Redebedarf, was die Auswirkungen und Einsatzgebiete von KI betrifft. Zwei Drittel aller Mitarbeiter (61 Prozent) geben jedoch an, dass es ihr Wohlbefinden steigern würde, wenn sie in Entscheidungen und Entwicklungen hinsichtlich des Einsatzes von KI in ihrem Unternehmen einbezogen würden.
    • So auch in Deutschland: über die Hälfte der Befragten (60 Prozent) wünscht sich, über das Thema besser informiert zu sein.
    • Unternehmen in den Vereinigten Staaten geben sich offenbar am geheimnisvollsten:
      67 Prozent der Befragten gaben an, keine Kenntnis von den KI-Plänen ihrer Organisation zu haben. Arbeitnehmer aus Kanada (66 Prozent), dem Vereinigten Königreich (62 Prozent) und Deutschland (55 Prozent) tappen ebenfalls im Dunklen. Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Angestellten aus Mexiko berichten wiederum, dass ihre Organisation KI zu einem gemeinsamen Gesprächsthema machen.
  • Die Generationslücke1 – Generation Z und Babyboomer haben unterschiedliche Meinungen zum Nutzen von KI
    • Weltweit glauben 88 Prozent der Mitarbeiter der Generation Z (Gen Z), dass KI ihre Arbeit verbessern kann. Die Babyboomer sehen das anders: nur 70 Prozent vertreten diesen optimistischen Standpunkt.
    • Über alle Länder hinweg sehen Befragte der Gen Z den größten Vorteil von KI in fairerem Arbeiten.
    • Jüngere Millennials und Gen X‘ers hingegen versprechen sich vielmehr die Übernahme manueller Aufgaben durch KI, die sie in ihrem täglichen Arbeiten beeinträchtigen. Ältere Millennials dagegen hoffen, dass sie sich durch den Einsatz von KI grundlegende, administrative Aufgaben ersparen.
    • Die signifikantesten Unterschiede zwischen Jung und Alt bei diesem Thema zeigen sich bei der Akzeptanz von KI zur Beurteilung der eigenen Arbeitsqualität (Gen Z 68 Prozent vs. Babyboomers 48 Prozent), der Bereitschaft, sich durch KI bei einer effizienteren Bewältigung des Arbeitspensums innerhalb einer Schicht unterstützen zu lassen (Gen Z 67 Prozent vs. Babyboomers 52 Prozent), der Offenheit gegenüber KI bei der besseren Beurteilung der eigenen Arbeit durch die Führungskraft (Gen Z 70 Prozent vs. Babyboomers 55 Prozent) und der Bereitschaft, den eigenen Arbeitsplatz durch einen Roboter ersetzen zu lassen (Gen Z 42 Prozent vs. Babyboomers 21 Prozent).
  • Vorsichtiger Optimismus – Mitarbeiter hoffen, dass KI ihren Job verbessern und nicht ersetzen wird
    • Während  vier aus fünf Mitarbeitern (89 Prozent) die Chance sehen, dass KI Entscheidungsfindungen fairer macht, die Transparenz innerhalb des Unternehmens mit klaren und konsistenten Leistungsindikatoren erhöht und die administrative Arbeit jedes Einzelnen reduziert, befürchtet ein Drittel (34 Prozent), dass KI eines Tages die ganze Belegschaft ersetzen könnte (42 Prozent davon gehören der Gen Z an).
    • Im internationalen Vergleich sind Deutschland und Frankreich in diesem Punkt am optimistischsten: 30 Prozent der Befragten befürchten, durch die Implementierung von KI in ihrem Unternehmen, ihren Job zu verlieren. Die größte Sorge für deutsche Mitarbeiter ist, dass über KI eine ständige Überwachung stattfinden wird.

Zitate zur freien Verwendung

  • Joyce Maroney, Executive Director, The Workforce Institute at Kronos
    „Unternehmen investieren erheblich mehr in Benefits, Technologien und in ein innovatives Arbeitsumfeld. Doch Mitarbeiter arbeiten heute mehr als jemals zuvor und Engagement und Motivation stagnieren seit Jahrzehnten. Während neue Technologien oft zu Beginn Unsicherheit erzeugen, zeigt diese Umfrage, dass Mitarbeiter bei KI weltweit vorsichtig optimistisch sind. Künstliche Intelligenz könnte somit ein vielversprechendes Werkzeug sein, das den Weg für bahnbrechende Mitarbeitererfahrungen ebnen könnte. Grundvoraussetzung für die Akzeptanz ist jedoch, dass KI zur allgemeinen Fairness im Unternehmen beiträgt und Prozesse und Aufgaben nicht nur vereinfacht, sondern auch optimiert, damit sich die Mitarbeiter auf die Aufgaben konzentrieren können, die wirklich von Bedeutung sind.“
  • Ian Parkes, Direktor, Coleman Parkes Research
    „Organisationen jeder Größe bereiten sich auf den Einsatz von KI vor, aber um wirklich erfolgreich zu sein müssen die Mitarbeiter bei der Implementierung offen und transparent mit eingebunden werden. KI wird ein faireres Management sowie eine eine höhere Flexibilität und Produktivität der Arbeitnehmer positiv fördern. Die Angst entsteht oft durch Unwissen und eine bessere Kommunikation wird dabei helfen, die zweifellosen Vorteile von KI im ganzen Unternehmen zu maximieren.
  • David Creelman, CEO, Creelman Research
    „Das Aufkommen von KI sollte alles in allem eine sehr gute Sache sein; viele Jobs werden sich weiterentwickeln und Mitarbeiter erhalten die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen. Diejenigen, die diese Veränderungen proaktiv annehmen, werden überwiegend von den Vorteilen profitieren. Für die Mitarbeiter ist es wichtig, sich mit der Technologie auseinanderzusetzen und zu beobachten was passiert, anstatt sich dagegen zu wehren.“
  • Christian Kromme, Entrepreneur und Redner zur Zukunft
    „Ich glaube, dass in naher Zukunft jeder Job, jede Routine oder Aufgabe, die in irgendeiner Weise langweilig oder nicht unserer Aufmerksamkeit wert sind, ziemlich sicher durch KI und Robotik automatisiert werden wird. Gleichzeitig glaube ich, dass KI menschliche Fähigkeiten erweitert und verstärkt. KI wird uns intelligenter, produktiver und auch kreativer machen. Letztlich wird KI die Menschheit in eine bedeutungsvollere Zukunft mit bedeutungsvollen Jobs führen.“

Weitere Informationen

  • Hinweis für Redakteure: Bitte referenzieren Sie diese Studie als die Umfrage „The Engaging Opportunity – Working Smarter with AI“ von The Workforce Institute at Kronos Incorporated.
  • Registrieren Sie sich bei dem Webinar “Employee Experience Falling Short of Expectations: The Perception Gap You Can’t Afford to Ignore” mit Kronos und SHRM (auf Englisch) für Mittwoch, den 21. Februar 2018 um 18.00 Uhr.
  • Erfahren Sie mehr und verbinden Sie sich mit Kronos über Facebook, Twitter, LinkedIn, Instagram, und YouTube.

Über The Workforce Institute at Kronos

The Workforce Institute at Kronos ist ein Think Tank, der Unternehmen unterstützen möchte, das Thema Workforce Management zu optimieren. Mit praktischen Einblicken und Forschung gibt das Institut Ideen an die Hand, mit denen das Arbeiten im 21. Jahrhundert verbessert werden kann. Artikel und Ergebnisse des Instituts und wichtiger Stakeholder finden Sie im „The Workforce Institute Blog“ auf https://workforceinstitute.org

Über Kronos

Kronos® ist weltweiter Marktführer von Workforce-Management-Lösungen in der Cloud. Seit fast 40 Jahren unterstützt der Global Player mit Hauptsitz in den USA Unternehmen bei den zentralen Themen in der Personalverwaltung: Mehr als 40 Millionen Arbeitnehmer in über 100 Ländern nutzen heute Kronos-Lösungen in ihrer täglichen Arbeit. Kronos-Kunden sind über alle Branchen hinweg zu finden, ob in Handel, Produktion, Dienstleistung oder Logistik. Über die Hälfte der Unternehmen sind im Top-1000-Ranking des gleichnamigen US-Wirtschaftsmagazins Fortune gelistet.

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Fußnote 1: Generationen sind wie folgt definiert: Gen Z, 18-20; Junge Millennials, 21-27; Ältere Millennials, 28-37; Gen X, 38-54; Babyboomer, 55+

 

Umfrage-Methodik

Diese Forschung wurde im Auftrag von Kronos Incorporated von Coleman Parkes Research, einemunabhängigen britischem Forschungsunternehmen, durchgeführt. Die Daten wurden zwischen November 2017 und Januar 2018 von 2.807 Mitarbeitern mit Online-Methoden und quantitativen Interviews erhoben. Die Umfrageteilnehmer kamen aus acht verschiedenen Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Australien, Neuseeland, Frankreich, Deutschland, Kanada (Englisch und Französisch sprechende Teilnehmer) und Mexiko. Zu den Umfrageteilnehmern gehörten sowohl Gehalts- als auch Lohnempfänger von Organisationen aller Größen aus einer Vielzahl von Branchen. Für weitere Fragen zur Methodik der Umfrage wenden Sie sich bitte an [email protected].

© 2018 Kronos Incorporated. Alle Rechte vorbehalten. Kronos, das Kronos-Logo und Kronos Workforce Ready sind eingetragene Marken und Workforce Innovation That Works ist eine Marke von Kronos Incorporated oder einem Ko-Unternehmen. Sehen Sie sich eine vollständige Liste der Kronos Trademarks an. Alle anderen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.

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