LOWELL, Massachusetts ,

Wie jedes Jahr identifiziert The Workforce Institute, der Think Tank von Workforce-Management-Marktführer Kronos Incorporated, die wichtigsten Trends, die die globale Arbeitswelt in den kommenden zwölf Monaten prägen werden.

Die wichtigsten Arbeitstrends für 2019

  1. KI und maschinelles Lernen ermöglichen datengestützte HR-Entscheidungen, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen werden endgültig zum festen Bestandteil des Workforce Managements. Damit erhalten die Unternehmen nunmehr Zugang zu einem Schatz an Mitarbeiterdaten, den sie seit Jahrzehnten vorhalten, bisher aber nicht heben konnten. Die prädiktive Analyse liefert regelmäßig aktualisierte, leicht verständliche Trenddaten zu Planungsgenauigkeit, Fehlzeiten, Überstunden oder Mitarbeiterüberlastung und wird dadurch zu einem wichtigen Instrument. Potenzielle Probleme lassen sich damit abwehren, bevor sie überhaupt entstehen. Intelligente Automatisierung entlastet die Führungskräfte von zeitaufwändigen Verwaltungsaufgaben wie der Erstellung von Einsatzplänen, der Genehmigung von Urlaubsanträgen oder Anfragen zum Schichttausch. Zugleich sorgen datengestützte Entscheidungen für die objektive Differenzierung zwischen gleicher und fairer Behandlung. Um analytische Erkenntnisse für präzise, relevante Entscheidungen für konkrete Mitarbeiter- und Unternehmensziele nutzen zu können, sollten es Unternehmen vermeiden, durchgängig ein „Universalmodell“ anzuwenden.
  2. Historische Tiefstände bei den Arbeitslosenzahlen und neue Technologien rücken Personalmanager in den Fokus. Angesichts sinkender Erwerbslosenquoten sowie der zunehmenden Zahl der Babyboomer, die sich in den Ruhestand verabschieden, sind die Arbeitgeber mit einem nie dagewesenen Fachkräftemangel konfrontiert. Noch nie war es so schwierig, kompetente Mitarbeiter zu rekrutieren – und zu halten. So wichtig Marken, innovative Rekrutierungstechnologien und proaktive Einstellungspraktiken auch sein mögen: Letztendlich werden sich die Unternehmen mit den besten Personalmanagern durchsetzen. Im Zuge ihrer Strategien zur Mitarbeiterbindung richten die Unternehmen den Blick verstärkt auf die Leadership-Entwicklung – besonders wichtig in einer Zeit, in der die Generation der Millennials ins mittlere Management drängt. Die Effektivität der Führungskräfte zu messen wird 2019 bei den HR-Verantwortlichen oberste Priorität haben. Je mehr Alltagsaufgaben der Führungskräfte durch KI und maschinelles Lernen übernommen werden und je mehr Zeit die Manager dadurch ihren Mitarbeitern widmen können, desto deutlicher treten Leadership-Defizite zu Tage. Dies gilt insbesondere angesichts des anhaltenden Wandels der Führungskultur weg vom „Command and Control“-Modell hin zu einem horizontalen Führungsstil. Letzterer berücksichtigt alle Perspektiven und sucht nach innovativen Wegen, um wertvolle Toptalente zu inspirieren, in ihrer beruflichen Entfaltung zu fördern und im Unternehmen zu halten.
  3. Änderungen in der Bildungslandschaft führen zu einer Neudefinition der Branchen und hinterfragen traditionelle Einstellungspraktiken. Die durch die Krise hoher Studienkosten befeuerte Debatte um den Wert einer Hochschulausbildung und das zunehmende Angebot an beruflichen Qualifizierungsprogrammen führen dazu, dass sich die Top-Mitarbeiter von morgen nach unkonventionellen Wegen zum beruflichen Erfolg umsehen. Wo früher ein Hochschulabschluss notwendig war, z. B. als Programmierer, Robotik-Ingenieur oder Datenanalyst, lassen sich solche Qualifikationen heute in maßgeschneiderten Zertifizierungs- und Kursprogrammen erwerben. Mit fortschreitender Automatisierung erfordern zudem auch traditionelle Arbeiterberufe neuartige Fähigkeiten. Arbeitgeber müssen ihre gewohnten Einstellungsprofile und Stellenanforderungen anpassen, um diesen zusätzlichen Pool an qualifizierten Kandidaten abzuschöpfen, der in den Fabrikhallen, Filialen, Krankenhäusern und Büros der Zukunft tätig sein wird. Wenn die Millennials schließlich selbst Eltern werden, dürften sie ihrem Nachwuchs zu gegebener Zeit aufzeigen, welche Chancen ein alternativer Bildungsweg für mehr finanzielle Sicherheit zu bieten hat.
  4. Die mangelnde Einheitlichkeit des Arbeitsrechts auf globaler, nationaler und lokaler Ebene wird zur Belastung für die Unternehmen. Vom Mindestlohn und Krankengeld über die faire Einsatzplanung bis hin zum Recht, nicht jederzeit erreichbar zu sein, sind die Regierungen weltweit dabei, ihr Arbeitsrecht an die lokalen Erfordernisse anzupassen und überholte Bestimmungen über Bord zu werfen. Immer neue Vorschriften in der ganzen Welt stellen die Unternehmen vor enorme Herausforderungen, wenn sie Sanktionen, Strafen, Sammelklagen und Reputationsschäden vermeiden wollen. Technologien werden daher entscheidend sein, um Einsatzpläne konform zu gestalten, diskriminierungsfreie Praktiken sicherzustellen, Überarbeitung zu vermeiden, Überstunden zu managen sowie dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiter angemessen und fair bezahlt werden. Nicht zuletzt auch, um riskante Führungspraktiken sichtbar zu machen, die ansonsten in der Flut von Mitarbeiterdaten untergehen würden.
  5. Mitarbeiterunabhängige Flexibilität, verbraucherfreundliche Technologien und die steigende Zahl an temporären Arbeitskräften revolutionieren die individuelle Erwerbstätigkeit. Jeder Beschäftigte, ob Arbeiter, Angestellter oder Projektmitarbeiter, will selbst bestimmen, wann, wo und wie er arbeitet. Während sich die Arbeitgeber in den vergangenen Jahren vermehrt auf Flexibilisierung und alternative Arbeitszeiten konzentriert haben, wurde die Neugestaltung der operativen Abläufe häufig vernachlässigt. Die für die tägliche Arbeit notwendigen Werkzeuge müssen den Beschäftigten dort bereitgestellt werden, wo sie sie tatsächlich benötigen – auf ihrem Mobiltelefon, auf dem Tablet oder in ihrem bevorzugten sozialen Netzwerk. Die Gig Economy sowie der Trend zu temporären Arbeitskräften zwingen die Unternehmen dazu, herkömmliche Einstellungs- und Planungsprozesse durch Systeme zu ersetzen, die den Mitarbeitern mehr Mitbestimmungsrecht über ihr Arbeitsleben geben. Auf mobile Endgeräte abgestimmte Prozesse, Self-Service-Funktionen und der sofortige Zugriff auf Echtzeitdaten mittels verbraucherfreundlicher Technologien fungieren als Treiber für die nächste Phase der Flexibilisierung, indem sie zuverlässige Rahmenbedingungen für eine individualisierte Arbeitswelt schaffen. Das Resultat sind Beschäftigte, die produktiver arbeiten, intelligentere Entscheidungen treffen und insgesamt motivierter bei der Sache sind.
  6. Katastrophen vorzubeugen wird bei ganzheitlichen Personalmanagementstrategien immer wichtiger. Ob natürlich oder durch den Menschen verursacht: Katastrophen und Krisen sind leider zur Norm geworden. Weltweit sind Unternehmen gefordert, den immer häufigeren Krisen effektiv zu begegnen. Sollte der Ernstfall eintreten, sind Personalabteilung, operative Bereiche und Lohnbuchhaltung für die betroffenen Mitarbeiter besonders wichtig. In einer Welt, in der Unternehmenskultur, unternehmerische Fürsorge und ethisches Handeln immer wichtiger werden und in der Medien und Öffentlichkeit den Umgang mit Katastrophen kritisch begleiten, werden deutlich höhere Erwartungen an die Reaktion und Verantwortung der Unternehmen sowie an ihre Verantwortung für die Belegschaft gestellt. Unternehmen jeder Größenordnung müssen daher ihre Richtlinien, Prozesse und Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge penibel überprüfen. Dazu gehören sowohl die unmittelbare Unterstützung der Mitarbeiter als auch der langfristige Wiederaufbau. Mit einem Workforce-Management-, HR- und Lohn-/Gehaltssystem nach dem DIY-Prinzip ist genau das aber fast unmöglich. Nachhaltigkeitspläne, die bisher in erster Linie Betriebsvermögen und Unternehmensdaten abdecken, müssen künftig auch die Mitarbeiter und ihre Familien schützen.

Die Vorstandsmitglieder von The Workforce Institute at Kronos:

  • In Nord-/Lateinamerika: David Almeda, Chief People Officer von Kronos; Natalie Bickford, Group HR Director von Merlin Entertainments; Joseph Cabral, Chief Human Resources Officer und President Workforce Solutions von Press Ganey; Bob Clements, President der Axsium Group; David Creelman, CEO von Creelman Research; John Frehse, Senior Managing Director von Ankura Consulting Group, LLC; China Gorman, Berater für Personalmanagement, Sprecher und Autor, ehemaliger CEO des Great Place to Work® Institute und ehemaliger COO der Society for Human Resource Management (SHRM); John Hollon, Redakteur bei ERE Media, preisgekrönter Journalist und anerkannter US-Experte für Führung, Talentmanagement und intelligente Arbeitsmethoden; Sharlyn Lauby, The HR Bartender und President von ITM Group, Inc.; Alexandra Levit, Autorin zu den Themen Wirtschaft und Arbeit, Sprecherin, Beraterin und Zukunftsforscherin; Joyce Maroney, Geschäftsführerin von The Workforce Institute at Kronos; Dennis Miller, Chief Employment Officer von Cal Poly Pomona Foundation; Chris Mullen, Director Strategic Advisory von Kronos; Neil Reichenberg, Geschäftsführer von IPMA-HR; Dan Schawbel, Beststellerautor, Partner und Forschungsdirektor bei Future Workplace; Raciel Sosa, CEO von Leadex Solutions; und Mark Wales, Industrieberater für Workforce Management.
  • In Europa: Roland Axten, Experte für Workforce-Management-Lösungen bei Inter IKEA; Dr. Steffi Burkhart, Sprecherin, Autorin und Dozentin; Christian Kromme, Unternehmer und Sprecher zu Zukunftsthemen; Julia Hobsbawm, OBE, Honorarprofessorin, Autorin; Simon Porter, Vice President Digital HR Services von NGA Human Resources; und Claire Richardson, Director, The Workforce Institute at Kronos, EMEA, und Vice President EMEA Professional Services von Kronos.
  • In China: Yang Wei Guo, Dekan der School of Labor and Human Resources an der Renmin University of China; Xu Zheng, Gründer und CEO von Cofound Innovation Center; Miao Qing, General Manager von Kronos in China, Hongkong, Macao und Taiwan; Winnie Yuan, unabhängiger Berater; Dr. Huang Pei, CEO, Chefredakteur von E-Works; Kevin Peng, Deputy Secretary General der China Chain Store Association und Deputy Secretary General des China ECR Committee; Danny Dai, Vice President von Capgemini China; James Xue, Presales Manager von Kronos in China, Hongkong, Macao und Taiwan; und Freedom Zhu, Geschäftspartner von Allpku Consulting.

Weiterführende Ressourcen


Über The Workforce Institute at Kronos

The Workforce Institute at Kronos führt Untersuchungen und Schulungen zu wichtigen Arbeitsplatzthemen durch, mit denen sich Unternehmen rund um den Globus auseinandersetzen müssen. The Workforce Institute at Kronos bringt Vordenker zusammen und ist daher außergewöhnlich gut positioniert, um Unternehmen das Wissen und die Informationen für ein effizientes Personalmanagement bereitzustellen und den Mitarbeitern eine Stimme zu wichtigen Arbeitsplatzfragen zu geben. Eines der Markenzeichen der Forschungsarbeit von The Workforce Institute besteht darin, die Bedürfnisse und Wünsche vielschichtiger Mitarbeiterstrukturen mit den Bedürfnissen der Unternehmen in Einklang zu bringen. Weitere Informationen finden Sie unter www.workforceinstitute.org.

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